Der Sprung mit dem kanarischen Hirtenstab, eine traditionelle Fortbewegungsmethode der kanarischen Ziegen- und Schafhirten – In Ayagaures findet vom 04. bis 08. Dezember das 18. Treffen der kanarischen Hirtenstab-Springer statt.
Wer im Dezember seinen Urlaub im Süden der Kanareninsel Gran Canaria verbringt und bei einem Ausflug ins Hinterland Männer an Stöcken durch die zerklüfteten Barrancos gleiten sieht, der ist mittendrin im 18. Treffen der kanarischen Hirtenstab-Springer (18. Encuentro Nacional – Salto del Pastor Canario). Mit ihren über 2 Meter langen Stöcken, an deren unterem Ende sich eine Eisenspitze befindet, überwinden die Hirtenspringer spielend leicht die Höhenunterschiede in den zerkläfteten Schluchten der kanarischen Bergwelt. Auch wenn der Sprung mit dem Hirtenstab heutzutage fast ausschliesslich als Sport oder zur Erhaltung der Tradition ausgeführt wird, begeistert der kanarische Hirtenstab immer noch die Massen.
Was in früheren Zeiten ob fehlender Wege für die Ziegen- und Schafhirten eine notwendige Fortbewegungsmethode war, hat sich im Laufe der Jahrunderte zu einer lokalen Sportart mit ausgefeilter Technik entwickelt.
Bereits 1991 trafen sich die ersten Hirtenspringer erstmalig zu einem Wettbewerb auf der Kanareninsel Gran Canaria. Im Jahr 1994 wurden die ersten Vereine (Jurrias oder Colectivos genannt) gegründet. 1997 folgten dann die ersten Schritte zur Gründung einer kanarischen Föderation der Hirtenstab-Springer.