Seit Freitagvormittag prangern vor den Zugängen des etwa 1.000 Meter langen Hauptstadtstrandes Playa de las Alcaravaneras riesige Schilder mit dem Hinweis: Baden verboten! Der vor allem bei den Einwohnern von Las Palmas sehr beliebte Strand, in unmittelbarer Nähe des Real Club Náutico, an dem normalerweise gelbbrauner Sand regelrecht zum (Sonnen)Baden einlädt, ist stark verunreinigt. Seit Mittwoch fanden sich am Las Alcaravaneras immer wieder tote Ratten und jede Menge Abfälle anderer Art. Wasseranalysen der Universität Las palmas de Gran canaria haben eine stark erhöhte Konzentration des Bakteriums Escherichia coli (E. coli) ergeben.
Der Strandabschnitt soll laut Hector Nunez, dem für die Strände in Las Palmas zuständigen Ratsherrn, mindestens bis einschliesslich Sontag geschlossen bleiben. Als Verursacher der Verunreinigungen nannten die Behörden von Las Palmas die in der Bucht auf Reede liegenden Schiffe, die Aufgrund der hohen Hafengebühren nicht in Puerto de la Luz einlaufen, sondern lieber vor der Avenida Maritima ankern.
Öl- und Kraftstoffreste, illegal entsorgter Müll und Speisereste, sowie das Ablassen der Schiffstoiletten wenige Meter vor der Küste, zeichnen nach Meinung der Stadtväter von Las Palmas für die Verunreinigungen verantwortlich.
Der Stadtrat hat die Hafenbehörden der Provinz Las Palmas in einem Brief aufgefordert, die Verursacher der Verunreinigungen zu ermitteln.