Die mauretanische Polizei, die europäische Grenzschutzorganisation Frontex und nicht zuletzt Pater Jerome zeichnet für diese Tatsache verantwortlich. Der aus Nigeria stammende Pfarrer an der Gemeindekirche von Nouadhibou, lobt in höchsten Tönen die Arbeit der Grünhelme, der “Casques Verts”, wie sie hier französisch heißen. Sie haben mit dafür gesorgt, dass sich nicht mehr so viele junge Afrikaner als Bootsflüchtlinge auf die riskante, ja lebensgefährliche Passage übers Meer zu den Kanarischen Inseln trauen.
Aber auch Pater Jerome’s eigene Überzeugungsarbeit hält immer mehr Menschen davon ab, die rund 2.000 Dollar an die Schlepperbanden zu bezahlen, um die mindestens 5 Tage dauernde, lebensgefährliche Überfahrt auf die Kanarischen Insel zu wagen.
Aus- und Weiterbildung, sowie medizinische Versorgung und Sport als Alternativen zur Flucht-
Pfarrer Jerome Dukiya und die Grünhelme haben für die Flüchtlinge eine geräumige Mehrzweckhalle gebaut mit einigen Vorbauten samt Toiletten- und Baderäumen. Noch wichtiger- Seit diese Halle vor gut einem Jahr fertig wurde, hat hier ein Ausbildungsboom eingesetzt. Es werden zum Beispiel Englisch-, Französisch- und Spanischkurse mit sehr guten Lehrern, die von der Caritas Mauretanien bezahlt werden, abgehalten.
Täglich läuft ein Kochkurs, der zu Küchenkünsten für Mehr-Sterne-Restaurants führen kann.
Die aus Indien stammenden Bethanienschwestern bieten für die Flüchtlinge eine Krankenpflege. Pfarrer Jerome hat einen Arzt angeheuert, die spanische Organisation Medicos del Mundo sorgt für die Arzneien.
Auf dem Platz rund um die Mehrzweckhalle wird trainiert, Fußball gespielt. Und oben auf den kleinen Hügel liegt eine kleine, gut in die mauretanische Kultur und Naturlandschaft eingepasste Rundkirche.