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30.07.2009

Zwischenbilanz zwei Jahre nach den verheerenden Waldbränden auf Gran Canaria

Nicht alles entwickelt sich so positiv wie der Kiefernwald-Bestand auf Gran Canaria, der bei den Jahrhundertbränden im Juli/August 2007 schwer beschädigt wurde. Während die Natur die Dinge für sich selbst regelt, sind die von den Waldbränden betroffenen Menschen auf Hilfe angewiesen. Doch vor allem bei den finanziellen Hilfen, die eine Antragstellung bei der Inselregierung Gran Canarias voraussetzen, fühlen sich rund 66 Prozent der Geschädigten allein gelassen, bzw. verschaukelt. Kurz nach den verheerenden Waldbränden bei denen im August 2007 19.000 Hektar Wald- und Wiesenfläche sowie rund 100 Häuser verbrannten, gründeten die Betroffenen eine Interessengemeinschaft, die auch heute noch- zwei Jahre später- tagtäglich mit abgelehnten Anträgen und verzweifelten Betroffenen zu tun hat.

“Beispiele gibt es etliche, wie z.B. der 82-jährige Cleto aus El Juncal, in Tejeda, der seit 2 Jahren in einer Garage schläft, weil ihm das Geld zum Wiederaufbau seines Hauses fehlt, oder auch Germano, dessen Haus im Barranco von Ayagaures in Schutt und Asche lag und der bislang noch keinen müden Cent Entschädigung gesehen hat”, so Gustavo Rodríguez, der Vorsitzende der Interessengenmeinschaft der Betroffenen.

Bislang wurden nach Informationen von Rodríguez 148 von 224 Anträgen auf finanzielle Beihilfen abgelehnt.

Und derjenige, der für das alles verantwortlich zeichnet? - Jahrhundert-Pyromane Juan Antonio N. bleibt auch nach 2 Jahren weiter in Untersuchungshaft. Eine Entscheidung des Obersten Kanaren Gericht (TSJC) bestätigte Ende der vergangenen Woche eine Verlängerung der U-Haft für weitere zwei Jahre.


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