Seit den verheerenden Waldbränden im August 2007 hat sich in Sachen Waldbrand-Prävention auf den Kanarischen Inseln einiges getan. Zwar waren offene Lagerfeuer im Wald, oder das aus-dem-Auto-schnippen von Zigarettenkippen schon vorher verboten, doch empfindliche Bussgelder sorgen heutzutage dafür, dass sich immer mehr Bürger an die sinnvollen Verbote halten. Aktuell und noch bis zum 30. September gilt auf Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, El Hierro und La Gomera die höchste Waldbrand-Warnstufe und somit auch die meisten Verbote von Tätigkeiten, welche einen Waldbrand auslösen könnten.
In erster Linie betreffen die Verbote alles was mit Feuer zu tun hat- Beispielsweise ist das Abbrennen von Stoppelfeldern sogar bis zum 31. Oktober gänzlich untersagt. Die kanarische Kampagne zur Verhütung von Waldbränden weist weiterhin auf ein generelles Verbot von Lager- oder Grillfeuer an anderen als dafür vorgesehenen Plätzen hin.
Dieses Verbot schliesst auch die sogenannten Gas- oder Campingkocher ein, mit denen gerne an Rastplätzen im Wald Essen zubereitet wird.
… à propos Campen- Campen ohne die erforderliche Genehmigung ist generell verboten. In der Zeit der erhöhten Waldbrandgefahr wird eine Zuwiderhandlung gegen die Meldepflicht der Camper mit weitaus höheren Bussgeldern belegt, als beispielsweise in der Winterzeit. Man will schliesslich wissen, wer sich gerade in den Waldgebieten aufhält.
Die Benutzung von Aschenbechern in PKW’s sollte für rauchende Fahrzeuginsassen selbstverständlich sein. Dennoch muss auch nach den verheerenden Bränden im Jahr 2007 immer wieder auf die Gefahr hingewiesen werden, die achtlos aus dem Fenster geschnippte Zigarettenkippen bergen- Je nachdem, wo die glimmende Kippe in den ausgetrockneten Waldgebieten landet, ist ein Waldbrand nicht nur möglich, sondern eher schon sehr wahrscheinlich.
Mit freundlichen und nachsichtigen Beamten können sie also definitiv nicht rechnen, wenn sie nach dem Herausschnippen von Kippen von der Polizei angehalten werden.